Modul 10 · Lektion 5/5

Nach der Prüfung: Weiterbildung zur Erzieherin

Weiterbildung zur Erzieherin nach der Sozialassistenz: Zugang zur Fachschule, Verkürzungen, Arbeitsfelder und Tarifstufen im Überblick.

Aktualisiert: August 2026

Wenn die letzte Prüfung geschrieben ist, kommt die nächste Frage: Wie geht es weiter? Der Abschluss als sozialpädagogische Assistentin, Sozialassistentin oder Kinderpflegerin ist ein vollwertiger Berufsabschluss und in acht Bundesländern zugleich der Standardzugang zur Erzieherausbildung. Diese Lektion gehört nicht zum Prüfungsstoff, hat aber einen Nebeneffekt: In der mündlichen Prüfung wird oft nach deinen Zielen gefragt.

Direkt arbeiten: Arbeitsfelder und Tarif

Welche Felder offenstehen, hängt vom Bundesland ab: Die niedersächsische und hamburgische SPA sind stark auf Kindertagesstätten ausgerichtet, die sächsische und thüringische Sozialassistenz ist generalistisch und umfasst auch Behindertenhilfe und Pflege.

ArbeitsfeldTypische Aufgaben
Krippe und KindergartenZweitkraft in der Gruppe, Betreuung, Pflege, Bildungsangebote, Beobachtung
Hort und GanztagsschuleHausaufgabenbegleitung, Freizeitangebote, Ferienbetreuung, Mittagsversorgung
KindertagespflegeKleine Gruppen, teils selbständig mit Erlaubnis nach § 43 SGB VIII
Behinderten- und EingliederungshilfeAssistenz im Alltag, Begleitung in Wohngruppen und Förderstätten
Schulbegleitung und IntegrationshilfeIndividuelle Begleitung eines Kindes im Schulalltag
Familienunterstützende DiensteHaushaltsorganisationstraining, Familienpflege, Hauswirtschaft

Für die Bezahlung ist der Tarifvertrag für den Sozial- und Erziehungsdienst maßgeblich, allerdings nur bei tarifgebundenen Trägern. Hamburg nutzt häufig den TV-AVH, Berlin lehnt sich an den TV-L an, kirchliche und private Träger haben eigene Werke. Assistenzkräfte mit staatlicher Prüfung oder Anerkennung stehen im TVöD in S 3. S 4 ist kein Automatismus: Sie greift nur bei schwierigen fachlichen Tätigkeiten nach Protokollerklärung Nr. 2, etwa in Integrationsgruppen, und auch nur dann, wenn diese mindestens die Hälfte deiner Tätigkeit ausmachen. Ohne staatliche Anerkennung bleibt es bei S 2. Erzieherinnen und Erzieher stehen in S 8a, S 8b gilt nur bei besonders schwierigen Tätigkeiten.

Der Abstand zwischen S 3 und S 8a liegt in Stufe 1 bei rund 390 Euro im Monat (Stand 01.05.2026) und wächst mit den Erfahrungsstufen. Die SuE-Zulage von 130 Euro vergrößert ihn nicht, denn sie gilt für S 2 bis S 11a und damit für beide Gruppen. Trotzdem ist genau diese Differenz für viele der Hauptgrund, die Erzieherausbildung anzuschließen.

Verwechsle die Berufsbezeichnungen nicht: Sozialpädagogische Assistenz und Kinderpflege sind auf Kinder ausgerichtet, die Sozialassistenz in mehreren Ländern generalistisch über alle Lebensalter. Alle drei sind Assistenzberufe unterhalb der Fachkraftebene. Fachkraft im Sinne des Fachkraftgebots ist die Erzieherin oder der Erzieher, teils auch Kindheitspädagoginnen und Sozialpädagoginnen.

Der Weg zur Erzieherin oder zum Erzieher

Definition – Erzieherausbildung: Sie findet an einer Fachschule für Sozialpädagogik statt, in Bayern an einer Fachakademie, und dauert je nach Bundesland zwei bis vier Jahre. Das oft genannte Modell “zwei Jahre Schule plus Anerkennungsjahr” ist nur eine von mehreren Varianten.

ModellBundesländerGesamtdauer
2+1: zwei Jahre Fachschule plus BerufspraktikumBaden-Württemberg, Bremen, Hessen, NRW (konsekutiv), Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt3 Jahre
Integrierte Praxis ohne separates AnerkennungsjahrBerlin, Brandenburg, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holsteinje nach Form 2 bis 3 Jahre
Insgesamt nur zwei JahreNiedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern2 Jahre
Verkürztes BerufspraktikumThüringenBerufspraktikum nur 6 Monate
Fachakademie mit Sozialpädagogischem Einführungsjahr und BerufspraktikumBayernfaktisch 4 Jahre
Gestreckte FormBremen4 Jahre

Ein Begriff aus dieser Tabelle wird häufig missverstanden: konsekutiv meint in NRW nicht die Abfolge Assistenzausbildung und danach Fachschule, sondern die Organisationsform der Fachschule selbst, also zwei Jahre Unterricht plus Berufspraktikum im Gegensatz zur praxisintegrierten Form. Die Zugangsvoraussetzungen sind bei beiden Formen dieselben.

Daneben gibt es die praxisintegrierte Ausbildung, kurz PiA: Schule und Einrichtung laufen parallel, du hast einen Ausbildungsvertrag und wirst vergütet. Eine echte PiA führen Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, NRW, das Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen und Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz startet erst 2026/27. In Sachsen gibt es keine landesweite PiA. Aufpassen musst du in Niedersachsen: Die dortige Vollzeitform heißt zwar praxisintegriert, ist aber ausdrücklich unvergütet. Vergütete Varianten laufen unter anderem Namen, etwa BEriT in Niedersachsen sowie eigene Modelle in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Die Vergütung nach TVAöD Pflege beträgt ab dem 01.05.2026 brutto 1.415,69 / 1.477,07 / 1.578,38 Euro in den drei Ausbildungsjahren, in einigen Ländern wie Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein 1.490,69 / 1.552,07 / 1.653,38 Euro. Freie Träger können abweichen.

Zum Zugang eine Klarstellung: Außer in Mecklenburg-Vorpommern ist die Assistenzausbildung in keinem Bundesland der einzige Weg an die Fachschule. In acht Ländern ist eine einschlägige zweijährige Erstausbildung aber der Standardzugang, in den übrigen acht eine von mehreren gleichrangigen Möglichkeiten.

Rolle deines AbschlussesBundesländer
Zwingend, auch für Abiturientinnen und AbiturientenMecklenburg-Vorpommern
StandardzugangBaden-Württemberg (schulische Form), Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein
Eine von mehreren gleichrangigen MöglichkeitenBayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Ein paar Details dazu: Niedersachsen baut zwei Bildungsgänge aufeinander auf und verlangt zusätzlich mindestens befriedigende Noten in Deutsch sowie in Theorie und Praxis, sonst folgt nach einem Jahr Berufstätigkeit ein Kolloquium. In Schleswig-Holstein und Hamburg führt dein Abschluss in die verkürzte zweijährige Form. Brandenburg kennt gar keinen Zugang über ein reines Vorpraktikum, ohne Hochschulreife ist eine abgeschlossene Berufsausbildung dort Pflicht. In Bremen baut die Fachschule ausdrücklich auf der sozialpädagogischen Assistenz auf. Baden-Württemberg gibt einschlägig Vorgebildeten nach § 6 Abs. 1 ErzieherVO den Vorrang, allerdings nur in der schulischen Form. Am schwächsten ist der Zusammenhang in Berlin und Hessen: In Berlin genügt auch eine fachfremde Ausbildung plus acht Wochen Praxis, in Hessen ersetzen 36 Monate Berufstätigkeit oder das Abitur plus drei Monate Praxis die berufliche Vorbildung. In Nordrhein-Westfalen reichen sechs Wochen Praktikum, um die Erstausbildung zu ersetzen.

Verkürzungen gibt es, aber nie pauschal. Der direkte Einstieg ins zweite Fachschuljahr ist möglich in Berlin (§ 4 SozpädVO: Gesamtnote mindestens 2,7, fachpraktische Note mindestens 3,0, 600 Stunden Praxis, mittlerer Schulabschluss), in Hamburg (§ 2 Abs. 4 APO-FSH, ohne Notenhürde), in Rheinland-Pfalz seit 2024/25 nur berufsbegleitend und in Bayern nur über eine Aufnahmeprüfung. Nicht möglich ist er für Assistenzabsolventinnen und -absolventen in Niedersachsen, Hessen, Brandenburg, Baden-Württemberg und Sachsen; Baden-Württemberg bietet stattdessen die Befreiung vom Berufspraktikum nach § 40 ErzieherVO (Note mindestens 2 im Handlungsfeld Sozialpädagogisches Handeln plus zwei Jahre Tätigkeit). Die zweite Verkürzung ist die Anrechnung von Praxiszeiten auf das Berufspraktikum: Hessen bis zu sechs Monate, Bremen bis zu zwölf, NRW kürzt auf sechs Monate, Saarland 600 Stunden, Bayern halbiert. Wichtig: Teilzeit- und berufsbegleitende Formen sind keine Verkürzung, sie dauern in der Regel länger, meist dreieinhalb bis fünf Jahre. Ihr Vorteil ist die Vergütung, nicht die Dauer. Einzige Ausnahme ist die berufsbegleitende Form in Rheinland-Pfalz.

Und lass dir nicht einreden, die zwei Jahre Assistenzausbildung seien verlorene Zeit. Sie liefern rund 900 bis 1.000 Stunden echte Praxiserfahrung, die kein Abiturweg bietet. Fachschullehrkräfte berichten übereinstimmend, dass Absolventinnen und Absolventen im Praktikum sicherer auftreten, weil sie Wickeln, Konfliktbegleitung und Elternkontakt kennen. Wer direkt an die Fachschule wollte, bräuchte in vielen Ländern ohnehin ein einjähriges Vorpraktikum oder eine einschlägige Berufsausbildung. Der reale Unterschied schrumpft auf etwa ein Jahr.

Zwei Wege nach dem Abschluss

Fatma und Lennart schließen im selben Jahr ihre SPA-Ausbildung in Niedersachsen ab. Fatma bewirbt sich sofort an der Fachschule, die dort auf der SPA aufbaut und selbst nur zwei Jahre dauert. Sie ist mit 20 Jahren fertig ausgebildete Erzieherin, hatte aber zwei Jahre lang wenig Einkommen, denn auch die niedersächsische Vollzeitform ist trotz des Namens praxisintegriert unvergütet. Lennart arbeitet zunächst zwei Jahre als Zweitkraft in einer Krippe und merkt, dass ihm die Arbeit mit den Jüngsten liegt. Danach steigt er in eine vergütete berufsbegleitende Variante ein und bleibt in seiner Einrichtung. Er ist deutlich später fertig als Fatma, hatte aber durchgehend Einkommen.

Weitere Qualifizierungen und Studienwege

WegInhaltWofür geeignet
HeilerziehungspflegeFachschulausbildung, meist drei Jahre, Begleitung von Menschen mit BehinderungArbeit in der Eingliederungshilfe
PflegeberufeZugang zur generalistischen Pflegeausbildung, teils mit Anrechnung von VorleistungenGeneralistisch ausgebildete Sozialassistenzkräfte
KindertagespflegeQualifizierung nach dem bundesweiten Handbuch, danach Pflegeerlaubnis nach § 43 SGB VIIISelbständige Arbeit mit kleinen Gruppen
ZusatzqualifikationenSprachförderung, Integrationsassistenz, Motopädagogik, KrippenpädagogikSpezialisierung ohne neuen Abschluss
Schulabschluss nachholenJe nach Land mit der Ausbildung erworben oder ergänztSpäterer Besuch von Fachschule oder Fachoberschule
StudiumKindheitspädagogik, Soziale Arbeit, Erziehungswissenschaft, in allen Ländern auch ohne AbiturLeitung, Fachberatung, Konzeptarbeit

Der Zugang zum Studium ohne Abitur ist am wenigsten bekannt. In allen Bundesländern können beruflich Qualifizierte studieren. Wichtig ist die Unterscheidung: Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher haben über den Fachschulabschluss auf DQR-Niveau 6 in den meisten Ländern die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung. Dein Assistenzabschluss liegt auf DQR-Niveau 4 und bringt sie nicht automatisch mit. Für dich greift meist der fachgebundene Zugang: abgeschlossene Ausbildung plus mehrere Jahre einschlägige Berufserfahrung, teils zusätzlich Eignungsprüfung oder Probestudium.

Bei der Entscheidung helfen drei Fragen: Was möchte ich inhaltlich tun, mit welcher Altersgruppe? Wo stehe ich finanziell, brauche ich sofort ein Einkommen? Wann will ich fertig sein?

Wenn es nicht geklappt hat

In allen Bundesländern kann die Abschlussprüfung wiederholt werden, in der Regel einmal, in einigen Ländern unter bestimmten Voraussetzungen auch ein zweites Mal. Meist wird nur der nicht bestandene Teil wiederholt, bestandene Teile bleiben erhalten. Ob du das Schuljahr wiederholst oder nur zur Nachprüfung antrittst, regelt die Prüfungsordnung deines Landes.

Sinnvoll ist ein nüchterner Blick auf die Ursache: Wissen, Zeitmanagement, Nervosität oder praktische Umsetzung? Für jede gibt es eine andere Lösung, vom Nacharbeiten über Probeklausuren bis zum Gespräch mit der Beratungslehrkraft. Nutze dein Recht auf Einsicht in die Prüfungsarbeiten: Erst wenn du weißt, wo Punkte gefehlt haben, kannst du gezielt üben.

Konkrete nächste Schritte

  • Bewirb dich früh an Fachschulen: Die Fristen liegen in vielen Ländern im Februar oder März, mitten in deiner Prüfungsphase.
  • Frag in deiner Praxiseinrichtung nach Übernahme. Viele Träger stellen eigene Auszubildende bevorzugt ein.
  • Erkundige dich nach Förderungen: Aufstiegs-BAföG, Schüler-BAföG, Trägerstipendien oder Weiterbildungsförderung der Arbeitsagentur.
  • Sammle ab dem ersten Arbeitstag Nachweise über Fortbildungen und Praxiszeiten, für Anrechnungen brauchst du sie schwarz auf weiß.
  • Leg dir ein Portfolio mit drei Arbeitsbeispielen an: Angebotsplanung, Beobachtung, Projektfoto ohne erkennbare Kinder.

Das solltest du dir merken

  • Dein Abschluss ist vollwertig und zugleich Zugangsweg: In acht Ländern (Baden-Württemberg in der schulischen Form, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein) ist eine einschlägige zweijährige Erstausbildung der Standardzugang zur Fachschule, in den übrigen acht eine von mehreren Möglichkeiten. Der einzige Zugang ist sie nur in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Die Erzieherausbildung dauert je nach Bundesland zwei bis vier Jahre. Das Modell 2+1 gilt nur in etwa der Hälfte der Länder, PiA gibt es nicht überall und ist nicht überall vergütet.
  • Teilzeit- und berufsbegleitende Formen dauern länger statt kürzer. Ihr Vorteil ist die Vergütung.
  • Tariflich stehen Assistenzkräfte in S 3, Erzieherinnen und Erzieher in S 8a. S 4 setzt schwierige fachliche Tätigkeiten voraus und ist kein Automatismus.
  • Daneben stehen dir Heilerziehungspflege, Kindertagespflege nach § 43 SGB VIII, Zusatzqualifikationen und ein Studium ohne Abitur offen, für dich als Assistenzkraft meist über den fachgebundenen Zugang mit Berufserfahrung.
  • Eine nicht bestandene Prüfung kann überall wiederholt werden, in der Regel einmal und nur im nicht bestandenen Teil.

Vertiefung

Alle Wege zur Fachschule mit Länderübersicht, Verkürzungen, Alternativen und FAQ stehen in Von der Sozialassistenz zum Erzieher: Wege, Verkürzungen, Alternativen.

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Häufige Fragen zu dieser Lektion

Was kann ich nach der Abschlussprüfung arbeiten?

Dein Abschluss ist ein vollwertiger Berufsabschluss, mit dem du sofort arbeiten kannst. Arbeitsfelder sind unter anderem Krippe und Kindergarten, Hort und Ganztagsschule, Kindertagespflege mit Erlaubnis nach § 43 SGB VIII, Behinderten- und Eingliederungshilfe, Schulbegleitung und familienunterstützende Dienste. Du arbeitest dabei als Ergänzungs- oder Zweitkraft unter der pädagogischen Gesamtverantwortung einer Fachkraft.

Was verdiene ich als Assistenzkraft im Vergleich zur Erzieherin?

Im TVöD stehen Assistenzkräfte mit staatlicher Prüfung oder Anerkennung in S 3. S 4 ist kein Automatismus, sondern greift nur bei schwierigen fachlichen Tätigkeiten, die mindestens die Hälfte der Tätigkeit ausmachen. Erzieherinnen und Erzieher stehen in S 8a. Die Differenz zwischen S 3 und S 8a liegt in Stufe 1 bei rund 390 Euro (Stand 01.05.2026).

Komme ich mit dem Abschluss auf die Fachschule für Sozialpädagogik?

Ja. In acht Ländern ist eine einschlägige zweijährige Erstausbildung der Standardzugang: Baden-Württemberg in schulischer Form, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein. In den übrigen Ländern ist sie eine von mehreren gleichrangigen Möglichkeiten. Der einzige Zugang ist sie nur in Mecklenburg-Vorpommern.

Wie lange dauert die Erzieherausbildung nach der Assistenz?

Je nach Bundesland zwei bis vier Jahre. Das Modell 2+1 mit zwei Jahren Fachschule plus Berufspraktikum gilt nur in etwa der Hälfte der Länder, andere haben die Praxis integriert. Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern kommen auf insgesamt zwei Jahre, Bayern faktisch auf vier. Teilzeit- und berufsbegleitende Formen dauern länger statt kürzer.

Ist die Assistenzausbildung ein Umweg zur Erzieherin?

Nur zum Teil. Nach dem mittleren Abschluss bräuchtest du in vielen Ländern ohnehin ein einjähriges Vorpraktikum oder eine einschlägige Berufsausbildung, der reale Unterschied schrumpft auf etwa ein Jahr. Dafür bekommst du einen eigenen Berufsabschluss, rund 900 bis 1.000 Stunden echte Praxiserfahrung und die Möglichkeit, zwischendurch Geld zu verdienen.

Was tue ich, wenn ich einen Prüfungsteil nicht bestanden habe?

Zuerst die Formalien klären: Wiederholen ist in allen Bundesländern möglich, in der Regel einmal, meist wird nur der nicht bestandene Teil wiederholt und bestandene Teile bleiben erhalten. Dann dein Recht auf Einsicht in die Prüfungsarbeiten nutzen, um zu sehen, wo Punkte gefehlt haben. Danach die Ursache einordnen: Wissen, Zeitmanagement, Nervosität oder praktische Umsetzung.

7 Fragen

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