Planungsvorlage für dein Angebot
Die komplette schriftliche Ausarbeitung für die praktische Prüfung, Punkt für Punkt zum Ausfüllen. Drucke sie aus oder übertrage die Gliederung in dein eigenes Dokument.
So nutzt du die Vorlage: Frag zuerst in deiner Schule nach dem eigenen Planungsformular, denn Reihenfolge und Benennung der Gliederungspunkte unterscheiden sich. Die Denkschritte sind überall dieselben und stehen hier in der üblichen Reihenfolge. Wie du die einzelnen Teile füllst, erklärt die Seite Praktische Prüfung Schritt für Schritt.
0 Rahmenbedingungen
1 Bedingungsanalyse
Die Bedingungsanalyse ist keine Aufzählung, sondern die Herleitung deines Themas. Am Ende soll die Prüfungskommission denken: Ja, genau dieses Angebot passt jetzt zu genau diesen Kindern.
1.1 Institutionelle Bedingungen
Art der Einrichtung, Träger, Konzeption, Gruppengröße, Räume, Materialausstattung, Tagesstruktur. Wo im Tagesablauf liegt dein Angebot und warum dort?
1.2 Gruppensituation
Altersspanne, Zusammensetzung, Gruppenklima, aktuelle Themen und Interessen. Aus welcher Beobachtung entsteht dein Thema?
1.3 Die ausgewählten Kinder
Namen ändern. Je Kind: Alter in Jahren und Monaten, Entwicklungsstand, Stärken, Besonderheiten und warum genau dieses Kind dabei ist.
| Name (geändert) | Alter | Entwicklungsstand und Stärken | Besonderheiten / Begründung der Auswahl |
|---|---|---|---|
2 Sachanalyse
Fachwissen auf Erwachsenenniveau, nicht der Ablauf. Was musst du selbst über dein Thema wissen? Fachbegriffe, Materialkunde, Technik, Sicherheits- und Hygieneaspekte.
2.1 Didaktische Reduktion
Welchen Ausschnitt dieses Fachwissens greifst du für Kinder in diesem Alter heraus, und warum lässt du den Rest weg?
3 Didaktisch-methodische Begründung
Warum dieses Thema, für diese Kinder, zu diesem Zeitpunkt, mit dieser Methode? Nimm Bezug auf die Konzeption der Einrichtung und den Bildungsplan deines Landes. Nenne zwei didaktische Prinzipien, die dein Vorgehen tragen, etwa vom Bekannten zum Unbekannten, Anschaulichkeit, Ganzheitlichkeit, Freiwilligkeit oder Lebensweltbezug.
4 Ziele
Drei Ebenen von weit nach eng: Riesig, Greifbar, Feinkörnig. Im Feinziel ist immer das Kind das Subjekt, das Verb muss beobachtbar sein, und nach dem Angebot beantwortest du mit Ja oder Nein, ob es erreicht wurde.
| Nr. | Feinziel (Die Kinder …) | Entwicklungsbereich | Woran überprüft? |
|---|---|---|---|
| 1 | |||
| 2 | |||
| 3 | |||
| 4 | |||
| 5 |
Beobachtbare Verben: benennen, sortieren, zeigen, nachlegen, mitsingen, abwarten, erzählen, schneiden. Nicht beobachtbar: verstehen, wissen, erleben, Spaß haben.
5 Material und Vorbereitung
| ✓ | Material | Menge | Wofür / in welcher Phase | Woher |
|---|---|---|---|---|
5.1 Raumvorbereitung und Sitzordnung
Skizziere Tische, Sitzplätze und deinen eigenen Platz. Siehst du jedes Kind? Liegt das Material außerhalb der Reichweite, bis es gebraucht wird?
5.2 Vorab geklärt
- Allergien, Unverträglichkeiten und religiöse Speisevorschriften abgefragt
- Einverständnisse der Eltern liegen vor
- Raum und Zeitfenster mit der Anleitung abgesprochen
- Abgabefrist der Ausarbeitung notiert
- Ersatzmaterial eingeplant, Materialkiste am Vortag gepackt
- Probelauf mit anderen Kindern derselben Altersgruppe gemacht
6 Verlaufsplanung
Einstieg, Hauptteil, Abschluss. Plane den Hauptteil in mehreren Schritten und lass Luft: Ein Angebot, das nur aufgeht, wenn nichts dazwischenkommt, ist zu voll.
| Phase | Zeit | Handlung der Fachkraft | Erwartetes Verhalten der Kinder | Sozialform | Material |
|---|---|---|---|---|---|
| Einstieg | 3–5 Min. | ||||
| Hauptteil | |||||
| Abschluss | 3–5 Min. |
6.1 Differenzierung
Eine leichtere Variante für ein jüngeres oder unsicheres Kind, eine Zusatzaufgabe für ein Kind, das schnell fertig ist.
6.2 Geplante Alternativen
Was tust du, wenn ein Kind nicht mitmachen will, das Material versagt, die Gruppe unruhig wird oder die Zeit knapp wird? Prüfungskommissionen fragen genau danach.
7 Reflexion
Wird nach der Durchführung ausgefüllt oder im Fachgespräch geleistet. Ein Angebot, das nicht wie geplant lief, kann mit einer klugen Reflexion besser bewertet werden als ein glattes Angebot mit oberflächlicher Auswertung. Belege deine Aussagen mit konkreten Beobachtungen.
7.1 Zielerreichung
Wurde jedes Feinziel erreicht? Woran genau hast du das gesehen oder gehört? Nenne Beobachtungen und Aussagen der Kinder.
7.2 Verlauf
Welche Phase lief wie geplant? Wo bist du abgewichen und warum? Hat die Zeitplanung gehalten?
7.3 Eigenes Verhalten
Sprache, Körperhaltung, Blickkontakt, Umgang mit Störungen, Impulse statt Vorgaben.
7.4 Die einzelnen Kinder
Wie hat sich jedes Kind beteiligt? Wer brauchte Unterstützung, wer war unterfordert?
7.5 Konsequenzen
Was machst du beim nächsten Mal anders? Was folgt daraus für die weitere Arbeit mit der Gruppe?
Diese Vorlage ersetzt nicht das Formular deiner Schule. Verbindlich ist immer die Prüfungsordnung deines Bundeslandes und die Vorgabe deiner Berufsfachschule. Mehr zum Aufbau, zu Zielformulierungen und zum Prüfungstag: sozialassistenz-abschlusspruefung.de/praktische-pruefung
Was in welchen Teil gehört
Der häufigste Fehler in der Ausarbeitung ist die Verwechslung von Sachanalyse und Verlaufsplanung. Merke dir: Sachanalyse gleich Fachwissen, Verlaufsplanung gleich Ablauf. Der zweithäufigste Fehler sind Ziele, die aus deiner Sicht formuliert sind. „Ich zeige den Kindern …“ ist dein Handlungsschritt, kein Ziel des Kindes.
- Praktische Prüfung Schritt für Schritt – der komplette Weg von der Themenwahl bis zum Reflexionsgespräch
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